Wellness im Sauerland. Ferienhotel Stockhausen. Schmallenberg.

Nach Jahren führte mich der Weg wieder einmal in den Hochsauerlandkreis, nach Schmallenberg. Ich war vor Jahren einige Male im Winter beruflich dort, dann lange nicht.

Anfang 2017 planten meine beste Freundin und ich einen Kurzurlaub anläßlich unseres „40. jährigen“. Wir fanden Gefallen an einem Wellness-Wochenende und so fiel mir das Hotel wieder ein:

Ferienhotel Stockhausen ****

Zum Hälleken 9

57392 Schmallenberg-Sellinghausen

Telefon 02971/3120

www.ferienhotel-stockhausen.de

info@ferienhotel-stockhausen.de

ANFAHRT + PARKEN

Die Anfahrt erfolgt über Landstraßen durch viele kleine Dörfer, man glaubt, die Welt sei gleich zu Ende, bis man endlich ankommt. Eine Anbindung an eine Autobahn gibt es nicht, sie sind alle ca. 1 – 2 Stunden entfernt.

Das Hotel verfügt über zahlreiche Parkplätze am Haus und einige Meter darüber.

Wer mit dem Zug anreisen möchte, kann dies ebenfalls, nach Absprache wird man vom Bahnhof abgeholt.

DAS HOTEL

…liegt inmitten grüner Wiesen und Wäldern, Bauernhöfe vermitteln eine Ruhe in der Natur. Außer Landwirtschaft gibt es hier keine Industrie, die Nachbarn wohnen in gemütlichen Ein- bis Zweifamilienhäusern.

Das Hotel ist vermutlich der größte Arbeitgeber im Dorf, dessen Geschichte Mitte des 20. Jahrhunders begann, als 1955 durch Anna und Josef Stockhausen eine Pension eröffnet worden war, mit dem ersten Anbau 1960 konnten 10 – 15 Gäste untergebracht werden.

Ständige Anbauten und Erweiterungen ermöglichten bald ganzjährigen Urlaub im Sauerland, Pferde- und Golfsport im Sommer, Ski und Rodeln im Winter. Die Gegend ist für Wanderer natürlich ein Paradies.

Heute verfügt das Haus über 70 Zimmer mit 120 Betten und wird von Gerhard und Brunhilde Stockhausen nun auch von Tochter Anja Stockhausen und ihrem Mann Guido Stockhausen-Weinem gemeinsam geführt. Es wird renoviert und erneuert, so dass alles nach und nach modern und zeitgemäß wird, aber nichts vom rustikalen Charme verliert.

PREISE/ANGEBOTE

Die Preise sind vielfältig und richten sich auch nach der Zimmergröße und Dauer des Aufenthaltes.

Ich werde hier nicht alle Preise aufzählen, das führt zu weit und ändert sich ohnehin.

Es stehen kleinere Zimmer zur Verfügung, für Einzelpersonen, oder mit auseinander stehenden Betten. Doppelzimmer verfügen über eine Sitzecke und teilweise Balkon. Die Suite hat ein separates Wohnzimmer und Balkon.

Alle verfügen über Dusche und WC, Minibar, TV, Fön und beinhalten Frühstücksbuffet, Nutzung des Schwimmbades, Sauna, Fitnessbereich usw.

Halb- und Vollpension kann dazu gebucht werden, sollte man kein Pauschalangebot gewählt haben.

Es gibt eine Ferienwohnung, die auch mit Hotelanbindung genutzt werden kann.

WLAN wird kostenlos angeboten, ebenso Bademäntel und täglicher Handtuchwechsel.

Die Kurkarte ist die „Sauerlandkarte“, die kostenlose Busfahrten und Ermäßigungen in diversen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung bietet. (Beim Aufenthalt werden pro Person und Tag 2 € Kurtaxe fällig.)

Möchte jemand Golf spielen, Reiten, Rodeln oder Ski fahren, fallen weitere Kosten an. Ein Ski- und Rodellift steht den Sportlern zur Verfügung, ebenso einige Pferde unterschiedlicher Größe. Unterricht in den einzelnen Sportarten kann gegen Gebühr genommen werden.

Das Hotel bietet eine Planwagenfahrt an, mit Traktor geht es in die weitläufige Landschaft. Was dabei geboten wird, kann ich nicht sagen, ich nahm nie teil.

Es gibt neben dem Restaurant eine Bierstube im Hotel, eine Grillhütte irgendwo auf dem Gelände und eine Ski- bzw. Golfhütte. Die Küche ist modern-rustikal, bietet Abwechslung nicht nur auf dem Buffet, sondern auch bei den Kuchen und Torten.

DIE UMGEBUNG

Das Sauerland und das Hochsauerland bieten Wanderern viele Ziele, im Winter entsprechend Loipen und Hänge.

Aufgrund der Kürze der Aufenthalte war ich nie in der Umgebung als Urlauber, aber man kennt sie natürlich, da wir nicht weit weg wohnen: Karl May Festspiele in Lennestadt-Elspe, einige Bergbaumuseen, die Sauerland-Pyramiden „Galileo Park“ und vieles mehr bieten Abwechslung.


ANGEKOMMEN

Wir kamen gegen 15 h an und erhielten unsere Zimmerkarten, die Kurkarten, Prospekte und einige Informationen. Meine Freundin und ich hatten “Romantische Schlemmer- und Verwöhntage“ gebucht, was im Detail folgendes bedeutete:

  • 2 Übernachtungen inkl. Halbpension.
  • eine Flasche Sekt und einen Obstkorb zur Begrüßung auf Ihrem Zimmer
  • 1x 6- Gang- Gala Menü mit einem Glas Champagner
  • 1x großes kalt/ warmes Schlemmerbüfett
  • 1x Waffel mit heißen Kirschen, Sahne und einem Pott Kaffee in Stockhausen´s Hütte
  • 2x Langschläfer- Sektfrühstück
  • 1x Fußmassage
  • 1x Vitalmassage oder Gesichtsbehandlung im SPA Beauty Vital
  • 1x Hydrojet- Ganzkörpermassage
  • 1x Reiki- Behandlung

Pro Person und Nacht kostete es 129 €. Getränke kamen noch dazu.

Wir hatten die Termine für Massagen usw. bereits einige Wochen vorher gemacht, wir hatten uns für Massage, Fußmassage und Reiki etnschieden. Es sollte um 16 h für die erste von uns auch schon losgehen, so gingen wir kurz ins Zimmer, packten aus und wollten dann auch gleich los.

UNSER ZIMMER

…war die Nummer 310, in der 2. Etage. Ich kannte mich ja nach einigen Aufenthalten aus, das heißt aber nichts. Durch die vielen Anbauten ist alles verwinkelt und mit vielen Gängen auch quer verbunden, so dass ich auch jedesmal überlegen musste, wo ich her kam und hin wollte…

Es gibt einen Aufzug, mit dem man alles erreichen kann. So ist es auch für geräderte Gäste kein Problem.

Ins Zimmer kamen wir mit den Schlüsselkarten. Links war der Schrank, eine Nische für den Fernseher und ein Bett. Rechts hinter der Tür war das andere Bett. Auf dem Schrank lagen Rückkissen eines Sofas, also ist eines der Betten vermutlich ein Sofa.

Geradeaus waren 2 Fenster, davor ein Schreibtisch, rechts daneben ging es in Bad. Dieses war geräumig und hatte ein Fenster.

WELLNESS

Im Hotel befindet sich ein Schwimmbad mit Wasserrutsche. Das Becken ist ca. 1,3 m tief, das Wasser angenehm warm. Einige Liegestühle bieten Ruhemöglichkeiten. Hier ist auch der Saunabereich, speziell abgeteilt.

Das Freibad ist auf dem Gelände, leider war das Wetter auch dieses Mal nicht besonders einladend, es zu nutzen.

Neben dem Hallenbad sind Fitnessbereich und Nagelstudio. In der 2. Etage ist der Beauty- und Spa-Bereich. Hier findet man in verschiedenen Massagen und Entspannungstechniken Abstand zum Alltag. Haarstudio und Kosmetiksalon runden die Entspannung ab.

Wir hatten um 16 und 17 h die Massagetermine, am Samstag um 10 und 11 h Fußmassage und Reiki.

Die Leiterin des Spa-Bereiches hatte getauscht, da sie am Samstag nicht im Haus war. Aber das war uns eigenltich egal. Wir gingen in unseren Bademänteln, die kostenlos im Zimmer bereit lagen, und ließen uns massieren. Ich habe da wenig Erfahrung, fand aber durchaus Gefallen an beiden Massagen. Reiki war für mich persönlich ganz nett, ich habe es mal gemacht, muß es aber nicht wieder haben. Meine Freundin fand die Massagen nicht so toll, dafür aber Reiki.

Die Räume sind geschmackvoll eingerichtet, leise Entspannungsmusik im Hintergrund etführt die Gedanken…

ESSEN + TRINKEN

Die Minibar war befüllt mit Softgetränken, 0,3 l Bier und 0,25 l Wein. Wir haben aber nichts genommen.

Unsere erste Mahlzeit war am Freitagabend das Sechsgangmenü. Wir gingen gegen 18 h ins Restaurant und wurden vom Kellner an unseren Tisch geführt, den wir während des ganzen Aufenthaltes behielten. Uns wurde der Champagner serviert, meine Freundin wählte später Cola, ich entschied mich für Weißwein und Mineralwasser.

Auf dem Tisch war neben dem Namensschild mit Zimmernummer für jeden eine Speisekarte, auf der wir nachlesen konnten, was es geben sollte:

Lachs-Crêpesroulade, Rinderkraftbrühe……

Nun, lesen Sie selbst auf dem Foto!

Es war sehr gut, einiges haben wir nachgewürzt, was aber nicht so schlimm ist. Die Geschmäcker sind unterschiedlich und da auch viele Kinder anwesend waren, ist die schwächere Würzung sicher richtig.

Am Samstagmorgen gab es ein großes Frühstücksbuffet. Eine Kochstation bereitete die Eier wie gewünscht zu. So konnte man bestellen, was man gerne hatte. Speck und Würstchen gab es dazu.

Verschiedene Brötchen- und Brotsorten, dazu Marmelade und Honig, frischer Aufschnitt, Schinken und Käse standen bereit. Als Saft standen Orangen- und Multivitamin-Saft zur Auswahl. Kaffee gab es in der Kanne auf den Tisch.

Tagsüber konnte man die selbstgemachten Torten und Kuchen betrachten und natürlich auch probieren… Eisbecher gab es auch.

Am frühen Nachmittag kehrten wir in der Skihütte ein. Nach der Massage waren wir einige Zeit schwimmen und dann spazieren. So kam der Kaffee mit der frischen Waffel gerade recht. Das Wetter war trocken und relativ warm, so dass wir draußen sitzen konnten.

Als wir wieder im Hotel ankamen, wollte meine Freundin trotz der Waffel noch die Torten näher betrachten und entschied sich für eine Torte. Schwimmen macht hungrig… Dazu gab es eine Russische Schokolade, aber getrennt: Kakao und ein Fläschchen Rum.

Ich teilte mir mit einer Wespe einen Aperol Spritz. Sie war friedlich und wollte sich scheinbar nur betrinken, denn bei ihrem Spaziergang über den Strohhalm fiel sie hinein, wurde aber gerettet und in die Blumen zu Ausnüchterung gesetzt.

Abends gab es ab 18.30 h kalt-warmes Buffet. Die Auswahl war auch hier wieder groß. Kalte Platten mit verschiedenen Fischsorten, Schinken und Melone, Käse, Salate… Hirschbraten, Lammkeule, Schweinefilet….. frische Waffeln, Eis, Pudding… erschwerten die Entscheidung und führten dazu, viel zu viel zu essen.

Aber es wurde immer frisch nachgelegt und war sehr lecker.

AM RANDE

Während eines Aufenthaltes vor Jahren zogen mich Kollegen auf „draußen ist Gerd Müller und der FC Bayern!“

Ja, klar!

Aber es stimmte tatsächlich: die 2. Mannschaft des FC Bayern war im Trainingslager dort. Vielleicht Thomas Müller auch, wer weiß… 😊


SERVICE

Die Mitarbeiter waren alle sehr freundlich. Wie ich es bereits kannte, geht der Senior abends durchs Restaurant, begrüßte alle, erkundigte sich nach dem Befinden und führte kurze Gespräche. Dies hat der Schwiegersohn übernommen, auch er geht herum. Überhaupt ist die Familie sehr präsent, die Tochter (die mich erkannte als „schon mal dagewesen“) arbeitet an der Rezeption, ihr Mann ist Koch und dort beschäftigt. Alle sind ständig vor Ort, alle haben ein offenes Ohr für Probleme und immer Zeit für den Gast.

Unser Fenster im Bad ließ sich z. B. nicht kippen, es rastete nicht ein. Des Senior hörte es, als ich es seiner Tochter sagte. Er kümmerte sich sofort selbst darum.

Das Personal ist relativ jung und freundlich. Einige kommen Sri Lanka oder Indien, wie es scheint.


FAZIT

Es war sehr schön, nach einigen Jahren wieder herzukommen. Es ist nicht so weit, man kann hier schnell einige entspannte Stunden verbringen. Es war das erste Mal, dass ich nicht zwecks Seminar dort war, sondern „nur“ zum Urlaub machen. Sehr schön, auch ohne Golf zu spielen, zu reiten oder Ski zu fahren!

Das ist nicht das, wonach es aussieht…