Staunend auf dem großen Schiff. Wunder auf dem Mittelmeer. MSC Meraviglia.

„Meraviglia“, das Wunder oder Staunen, so heißt es übersetzt. Ja, staunen sollten wir, doch dazu später mehr.

Im September 18 fanden wir in einem Supermarktprospekt ein gutes Angebot ab Genua. Es sollte nach Civitavecchia (Rom), Sizilien, Malta, Barcelona und Marseille gehen, auf einem der größten Schiffe der MSC Flotte, der Meraviglia mit über 5500 Passagieren. Wir prüften auf der Seite von MSC und mit unserem Reisebüro den Preis und buchten schließlich vom 09.03.19 die Kreuzfahrt.

Um von Genua etwas zu sehen, planten wir, 2 Tage vorher zu fliegen. Ein Grund dafür war aber auch, dass es von NRW keine Direktflüge nach Genua gibt, wir also ab Frankfurt fliegen mussten. Das war am Tag vor der Kreuzfahrt nicht möglich, sondern nur 2 Tage vorher. Aber das war nicht so schlimm, so hatten wir genug Zeit, uns die Stadt anzusehen.

Im Mittelmeer waren wir schon mehrfach, so kannten wir Rom und Barcelona bereits und konnten hier unser eigenes Programm ausarbeiten. Die Besichtigungen in den anderen Orten wollten wir kurzfristig planen.

– Wie immer an dieser Stelle: Wer einen Bericht über die Reiseziele erwartet, sollte sich die Zeit sparen, es geht hier lediglich um „das Hotel“. Berichte über das eine oder andere Ziel folgen separat.

Und: wer hier Ähnlichkeiten zu anderen Schiffsberichten feststellt, liest meine Berichte aufmerksam, die Schiffe sind auch ähnlich. –

ZAHLEN + FAKTEN UM MSC

…stehen wie immer auf deren Homepage.

Nur eine kleine Notiz bzgl. der Anzahl der Passagiere: 5714. Dazu die Besatzung.

Bisher hatten wir als größtes Schiff die Fantasia mit 3274 Passagieren. Wir waren sehr gespannt!

KONTAKTDATEN (in Deutschland)

MSC Kreuzfahrten GmbH

Neumarkter Str. 63

81673 München

www.msc-kreuzfahrten.de

Tel.: +49 (0) 89/ 856355333
Fax: +49 (0) 89/ 85635539

Firmensitz ist Italien, es gibt aber Niederlassungen in allen Ländern, die angefahren werden.

Wie auch bei den anderen Reisen buchten wir aus bekannten Gründen in unserem Lieblingsreisebüro.

Auf der MSC-Seite gibt es immer kurzfristige Angebote, sicher auch für diese Reise.

BUCHUNG + PREIS

Wir buchten also für 9 Monate später. Wir wählten Innenkabine, auf Deck 12, die Nr. 12033, im vorderen Teil des Schiffes.

Rabatte gab es nicht mehr, aber der Preis war gut.. Mit Getränkepaket, dem separat zu buchenden Flug, da wir ja noch Genua besichtigen wollten, und dem Hotel dort, kostete es für uns knapp 2500 €

Auf dem Schiff kamen aber weitere Kosten dazu: pro Tag und Person 10 € Serviceentgelt (Trinkgeld), welches für jeden Mitarbeiter an Bord umgelegt wird, und pro Person und Reise 1 € Unicef-Spende. Das Serviceentgelt ist freiwillig, kann vom Gast gekürzt werden. Wir entscheiden das immer nach der Reise bei Erhalt der Rechnung.

Wer kein Getränkepaket gebucht hat, erlebt an Bord eine Überraschung: Es werden neben dem Preis für das Getränk oder das Eis zusätzlich 15 % Serviceentgelt abgerechnet! Noch zusätzlich zu dem Serviceentgelt jeden Tag.

NACH DER BUCHUNG

Die Bestätigung kam schon kurz nach der Buchung, damit kann man sich auf der HP im Kundenbereich einloggen.

Man füllt dort alles aus, was für die Reise wichtig ist, es nennt sich „Schiffsmanifest“ bzw. Web-Checkin und beinhaltet persönliche Daten und die Nummern der Reisepässe, Notfallnummern usw. Früher konnte man das auch an Bord machen, inzwischen muss es vorher gemacht werden. Es beschleunigt so das Einchecken. Hat jemand keinen PC, macht es das Reisebüro.

Online kann man vorab auch schon Ausflüge und Leistungen wie Reinigung und Massagen buchen. Hier spart man, denn an Bord kommen immer 15 % Serviceentgelt hinzu. Es gibt auch Angebotspakete, z. B. 3 Ausflüge, Spezialitätenrestaurants, Internetpakete usw.

14 Tage vor Reisebeginn kamen die Reiseunterlagen, also Flugtickets, Hotelvoucher und Schiffsunterlagen. Und damit eine Überraschung, denn aus Kabine 12033 wurde 15027. Es ist ebenfalls eine Innenkabine, weiter oben, aber auch im Yacht Club. Dieser Bereich ist im vorderen Teil des Schiffes und hat separate Bereiche: Rezeption, Bar, Restaurant, Pool und Sonnendeck. Hier haben andere Passagiere keinen Zutritt, man kommt nur mit freigeschalteter Bordkarte herein. Weitere Vorteile sind u. a., dass man im Restaurant zu Abend essen kann, wann man möchte, es ist von 18.30 bis 21.30 h geöffnet. Es gibt einen Priority-Checkin und Checkout, bei Ausflügen bekommt man vordere Plätze im Bus, Getränke sind inclusive. Und man hat einen Butler! Wir waren gespannt, was das alles im Einzelnen bedeuten sollte.

LOS GEHT’S!

Wir fuhren am 07.03.19 sehr früh nach Frankfurt, um nach Genua zu fliegen. Die Flugzeit beträgt nur knapp 2 Stunden, so hatten wir noch einiges vom Tag dort.

Wir verbrachten 2 angenehme Tage in der Stadt, es war sehr schön. Das Hotel war 10 Minuten vom Cruise Terminal entfernt. Wir prüften den Weg und beschlossen, am Samstag bei trockenem Wetter zu Fuss zu gehen. Wir kannten uns im Terminal aus, da wir bereits zwei Kreuzfahrten in Genua begonnen hatten. Wir sollten nach unten gehen, wo man die Koffer übernahm. Wir gingen zu den Mitarbeitern, die mit einem Schild „Yacht Club“ an einem Tisch standen. Wir wurden auf der Passagierliste abgehakt und wir wurden von einem Butler hinein gebracht. Sie tragen weiße Handschuhe, Krawatte und eine Livrée. Wir gingen in einen separaten Raum, während wir eingecheckt wurden. Es wurden Getränke (Wasser, Säfte, Sekt) und kleine Snacks. Außerdem konnte man eine Tageszeitung wählen, die man während der Reise morgens bekäme. Es standen verschiedene auf einer Liste, die Rheinische Post war als deutsche Ausgabe aufgelistet neben vielen weiteren internationalen Zeitungen.

Nach ca. 20 Minuten wurden wir aufs Schiff gebracht, an der Schlange der wartenden Gäste vorbei. Die Sicherheitskontrollen sind für alle gleich, aber wir brauchten nicht warten.

Der Butler, der uns begleitete, ging mit uns zur Rezeption des Yacht Clubs, dort standen einige weitere Butler bereit, um alle zu den Kabinen zu bringen. In der Kabine lagen unsere Bordkarten und Armbänder bereit. Die Armbänder sind neu und werden auf den neuen großen Schiffen eingesetzt. Normalerweise kauft man sie für 5 €, bei uns gehörten sie dazu. Sie dienen wie die Bordkarte als Kabinenschlüssel und Zahlungsmittel. Nach der Reise kann man sie nicht noch einmal verwenden. Sie sind ganz praktisch, aber man muss sie nicht unbedingt haben.

UNSER SCHIFF

nun als Überblick für alle interessierten LeserInnen. Wir waren nur 7 Tage an Bord, es sind unsere Eindrücke, jeder andere schaut sich andere Bereiche an.

Die MSC Meraviglia wurde erst 2017 in Dienst gestellt, ist also neu.

Und es ist riesig: 65 m hoch und 315,83 m lang! Die vielen Passagiere, das Personal und alles, was zur Reise gehört, brauchen Platz.  Es ist in der Bauweise und Aufteilung etwas anders als die Schiffe, die wir kannten. Man konnte sich schon verlaufen, aber es hängen überall Pläne. Außerdem gibt es noch interaktive Bildschirme, an denen man über Touchscreen und die Bordkarte anzeigen lassen konnte, wo man gerade war und wohin man wollte.

Wir waren ja vorher schon auf 6 anderen Schiffen von MSC, kleinere und größere. Die Bauweise ist hier völlig anders, als wir sie kannten. Man kann sich verlaufen. Und so richtig kann man es nicht beschreiben, man muss es erleben!

Die Rezeption und das Ausflugsbüro sind auf Deck 5. Die zahlreichen Boutiquen und den MSC-Shop findet man auf Deck 6 und 7.

Die LED-Decke der Passage

Man kommt sich vor, als befände man sich in einem Einkaufszentrum, aber nicht auf einem Schiff. Wir sind durch die Passage gegangen, an den Boutiquen und Restaurants vorbei, unter einer Decke, die mittels LED Bilder zauberte. Informationen zum Tag konnte man hier lesen, aber auch Gemälde aus der Sixtinischen Kapelle o. ä., oder man sah das Weltall. Abends wurde hier eine Lichtershow gezeigt, die Passage war dementsprechend voll und laut.

Eine der Bars, der Pub.

Es war in jedem Fall sehr beeindruckend. Das Staunen fing also schon in den ersten Minuten an Bord an.

DIE KABINE

Man öffnet sie mit der Bordkarte wie in vielen Hotels auch, in dem man sie vor den Kartenleser hält. Die gleiche Funktion hatte das Armband.

Wir hatten wieder eine Innenkabine. Links ging es ins Bad, dahinter in einer Ecke ein Tisch, darüber das TV-Gerät und weiter der Schrank mit Tresor. Rechts neben dem Schrank der Schreibtisch, in dessen Schub

lade der Haartrockner ist, darunter die Mini-Bar. Oberhalb des Schreibtisches links an der Wand ein Regal mit Gläsern und 2 Flaschen Mineralwasser.

Geradeaus das Doppelbett, rechts und links daneben 2 Nachtschränkchen mit Lampe. Man kann die Betten auseinander rücken, es sind einzelne. Gegenüber an der Decke befindet sich die Klimaanlage, die leider auf das Bett pustet, hier mußte man die Einstellungen sorgfältig planen.

Im Bad war sofort links die Dusche mit Glastür, geradeaus das Waschbecken, Spiegel und ein Schrank unterhalb des Waschbeckens. Links vom Waschbecken befand sich das WC. Die Bäder sind alle ähnlich, unabhängig vom Schiff.

Der Schrank war wie immer knapp. Es befinden darin Schwimmwesten mehr. Dafür war der Tresor wieder im Kleiderschrank. Die Ablagefläche war ebenso knapp wie immer. Man konnte die Nachtschränkchen mitnutzen, die Koffer passten unter die Betten, so dass sie nicht im Weg standen.

Die Klimaanlage kann man selbst einstellen, wir lassen es  nicht viel kälter werden als draußen. Das Gebläse konnten wir nicht ändern, aber dafür machten wir es auch nicht so kühl.

Neu war hier, dass es keine Schilder mehr gab „Bitte nicht stören“, „Bitte aufräumen“, die man außen an die Tür hängt, sondern alles mit Schaltern geregelt wurde, die außen mit kleinen Lämpchen die Informationen weitergaben.

SICHERHEIT:

Bei Anreise werden die Koffer gescannt, ebenso das Handgepäck.

Bei jedem Landgang wird ebenfalls bei der Rückkehr alles gescannt. Taschenmesser u. a. Waffen werden vom Sicherheitspersonal einbehalten, man bekommt alles am Ende der Reise zurück.

Der einzige Pflichttermin war wie immer später im Theater.

Vor dem 1. Auslaufen muß die Seenotrettungsübung für die neuen Passagiere stattfinden.

Sie wurde per Lautsprecher angekündigt, in verschiedenen Sprachen natürlich.

Vor der Übung gab es das Alarmzeichen über Lautsprecher (7x kurz, 1x lang), welches man nicht überhören kann. Dann geht man langsam und ruhig zum Sammelplatz.

Wir sollten zu diesem Zweck mit Jacke, langer Hose und festen Schuhen, aber ohne Rettungsweste, zum vorgegeben Sammelpunkt. Dieser steht auf der Bordkarte und auch auf den Armbändern.  Man stellt sich das jetzt so einfach vor, bei knapp 5700 Menschen ist es das aber nicht. Zumal man nur über Treppen gehen darf, Fahrstühle sind im Notfall auch Tabu.

An den Sammelpunkten steht die Besatzung mit Schwimmwesten und Scannern. Nun wurde in zahlreichen Sprachen erklärt, was im Notfall zu machen ist. Die Westen bekommt man erst im Notfall am Sammelpunkt ausgehändigt. Das ist neu. Einen Grund für die Änderung habe ich noch nicht herausgefunden.

Man erkannte den einen oder anderen später wieder als Barmann oder Offizier. Als alle gescannt waren und alles erklärt, durfte man gehen. Wir ersparten uns die langen Hosen usw.

Wenn man von Bord ging, wurde der Ausweis ausgescannt. Kam man zurück, wurde man wieder eingescannt, man mußte die Hände desinfizieren und Taschen usw. wurden geröntgt. Man durfte keine Lebensmittel mitbringen. Gekaufter Alkohol wird abgegeben, man bekommt es am letzten Tag zurück. Auch darf man Spirituosen im Duty free Shop des Schiffs normalerweise nicht mitnehmen. Man soll natürlich den Alkohol der Bars konsumieren. Auf dieser Reise gab es nichts zollfreies wie Zigaretten oder Alkohol, da die EU nicht verlassen wurde.

Es ist  wie gesagt überall Rauchverbot, man darf in den Kabinen keine Kerzen, Wasserkocher, Tauchsieder, Bügeleisen usw. verwenden. Wer heißes Wasser für Babynahrung benötigt, bekommt dies an den Bars oder in den Restaurants.

Rettungsringe hängen an sehr vielen Stellen. Wir brauchten sie nicht.

Die Besatzung macht auch hier regelmäßig Übungen, so auch als wir an Bord waren. Wer will, darf zu sehen oder als Freiwilliger auch mitspielen. Es wird in der Bordzeitung angekündigt. In der Zeit wird der Service eingestellt.

Ein anderer Termin, auch als „Pflicht“ anzusehen, ist das Abendessen.

Auf dem Bordausweis stand auch jetzt das Restaurant, in das wir gehen konnten, aber weder Tischzeit noch Tischnr. Unser Restaurant war im Yacht Club, in das wir von 18.30 – 21.30 h gehen konnten, wann wir wollten. Wir konnten aber auch in den anderen Restaurants essen, im Buffet-Restaurant oder Zuzahlrestaurants, wie wir wollten.

Vor dem Essen ein paar Worte zur

GARDEROBE:

MSC empfiehlt nur, dass man „Gala“, „leger“ oder „elegant“ gekleidet zum Abendessen gehen sollte. Wir hatten zwar Bedenken, was das Restaurant im Yacht Club anging, da dort die Gäste etwas exklusiver sein würden, aber auch das war kein Problem.

Auch dieses Mal hatten wir keinen Anzug mit. Man hat ja nur begrenztes Gepäck auf dem Flug und da wir es von den Reisen vorher kannten, sah man es nicht so eng. Und wir wussten, dass auch in Jeans und Hemd niemand abgewiesen wurde

Aber es sah auch dieses Mal wieder nett aus, die vielen Anzüge und „das kleine Schwarze“ – und in den anderen Restaurants die Badelatschen…

Im Yacht Club war die Garderobe nicht viel anders als in den anderen Bereichen.

Mittags ist es lockerer, man sollte aber dennoch nicht in Badekleidung und Latschen an den Tisch treten. Für uns selbstverständlich, wenn wir mittags essen.

ESSEN + TRINKEN

Schnecken, Chorizo, Lamm.

Man bucht auch bei MSC Vollpension, also alle Mahlzeiten. Im Yacht Club sind die Getränke, auch die in der Kabine, ebenfalls inklusive. Wir hatten aber vorab Getränkepakete gebucht wie immer, in denen alle alkoholfreien Getränke, Bier, Wein, Sekt, einige Cocktails und Kaffeespezialitäten enthalten sind.

Vorspeisen, Hauptspeisen. Dessert wählten wir nie.

Unser erstes Essen war das Abendessen. Wir gingen gegen 18.30 h zum Essen, unsere normale Essenszeit, und wurden vom Personal sehr freundlich begrüßt und zu einem Tisch geführt. Wir erhielten sofort die Speisekarten an der richtigen Stelle aufgeschlagen, die Servietten wurden vorbereitet. Es wurden die Getränkewünsche notiert. Aus einem großen Brotangebot konnten wir auswählen, bekamen dazu aufgeschlagene Butter.

Für jeden Tisch sind 2 Kellner zuständig. Man spricht deutsch, aber i. d. R. englisch.

Die Speisekarten sind ähnlich und man bestellt auch hier auch mehrere Gänge, wenn man möchte, den einen oder anderen auch doppelt. Wein wird immer nachgeschenkt, Wasser steht auf den Tischen und man bedient sich selbst.

Es gab Zweiertische, aber auch für vier und mehr Personen.

Eier gespiegelt oder als Omelett, Lachs,
Käse, Aufschnitt & Bacon.

Das Frühstück wird auch hier serviert und läuft ähnlich ab. Es gibt grundsätzlich eine große Brotauswahl, Körner, Toast, Brötchen usw. werden täglich frisch gebacken. Man kann aber auch Müsli oder Porridge bestellen, Eier in vielen Variationen, Aufschnitt, Käse usw. Alles wird frisch zubereitet bzw. angerichtet und serviert. Kaffee und Säfte werden immer nachgeschenkt, wenn man möchte.

Frühstücken kann man auch im Buffet-Restaurant. Kaffee nimmt man sich am Automaten, Milch, Tee usw. stehen daneben, auch Säfte. Die Auswahl ist groß. Und geschmacklich nicht besonders gut. Wir bestellen uns hier immer Cappuccino und frischen O-Saft. Die Auswahl am Buffet ist ebenfalls umfangreich. Viele Brot- und Brötchensorten sind selbst gebacken und immer frisch. Dieses Mal sind wir nicht dort gewesen, um zu frühstücken. Das Restaurant im Yacht Club war näher und ruhiger. Wenn das Buffett-Restaurant voll ist, ist es sehr laut.

Wenn wir frühstücken, essen wir mittags nicht. Oder wenn wir spät aufgestanden sind, fällt das Frühstück aus. So haben wir eher weniger Probleme, zu viel zu essen.

Am Abend mit „Gala-Kleidungsempfehlung“ gab es eine andere Karte, die aber ähnlich aufgebaut war. Hier gab es zusätzlich eine Käseplatte mit einigen leckeren Sorten.

Wir haben einmal mittags im Buffet-Restaurant gegessen. Zwar ist auch alles frisch, aber es gefällt uns im Bedienrestaurant besser. Da es im Bereich des Pooldecks ist, sind Geschirr und Gläser aus Kunststoff.

Hier findet man auch in der Mehrzahl Familien, denn hier gibt es Klassiker wie Pommes und Pizza, Nudeln, Burger usw. Kinder haben eine eigene Buffet-Ecke.

Es schmeckt aber auch hier.

An Bord der Meraviglia gibt es 4 Bezahlrestaurants auf Deck 6 und 7:

Das Steakhaus Butcher’s Cut, die japanischen  Restaurants Kaito-Teppanyaki und Sushi-Bar und das italienische Eataly.

Wir waren im Steakhaus und im Kaito-Teppanyaki und sind von beiden völlig begeistert. Das Steakhaus bietet eine große Auswahl an hochwertigen Fleischsorten, von Hähnchen über Rumpsteak zu Rinderfilet. Man findet auch ein „Tomahawk-Steak“ auf der Karte: ein großes Steak, das einer Axt ähnelt und für 2 Personen ausreicht. Beilagen kann man wählen, Mais, Pommes, Gemüse oder Salat.

Im Teppanyaki wird vor den Augen der Gäste das Essen zubereitet. Man bekommt ein Menue bestehend aus Miso-Suppe, eine Vorspeisenplatten mit einigen Sushi-Varianten und Frühlingsrollen. Dann hatte ich Garnelen und Lachs, frisch zubereitet unter viel Messerjonglieren und netter Unterhaltung mit einer koreanischen Familie und dem Koch. Als nächstes gab es Eiernudeln und anschließend Rinderfilet. Beilagen zu Lachs und Filet war frisches Gemüse. Als Dessert wurde frische Ananas karamellisiert mit Vanilleeis serviert. Getränke sind entsprechend der gebuchten Leistungen zu bezahlen, oder eben inklusive.

Eine Eis- und Crêpe-Bar gab es neben dem Eataly, gegenüber eine Schokoladenmanufaktur, bei der man sehen konnte, wie die Pralinen in Handarbeit hergestellt wurden. Alles war kostenpflichtig.

Unverschämt lecker!

Wer gut isst, will auch trinken. Das kann man in den Restaurants und den zahlreichen Bars an Bord.

Bars gibt es ca. 10. Geraucht werden darf in der Cigar Lounge, in der keine eigene Bar ist,   in einem Teil des Casinos, draußen auf Backbordseite an der Poolbar, also links, und auf Deck 6 an der Backbordseite. Die Cigar Lounge gehört zu Sky Lounge, eine Bar mit Blick über das Pooldeck und nur für Gäste über 18.

Es gibt eine Champagner Bar, in der neben Champagner auch Delikatessen gereicht werden, vermutlich gegen Zuzahlung.

Wer Musik und Tanz sucht, hat in vielen Bars Glück. Zu Klavier, Geige oder Gitarre, mit und ohne Gesang, kann man zuschauen oder selbst tanzen. Eine Disco wird aus der Carousel Lounge nach den beiden Shows des Cirque du Soleil (Abendshow mit Zuzahlung)

Snacks in der Bar des Yacht Clubs.

Der Yacht Club hat eine eigene Bar mit Klavier und anderer musikalischer Untermalung. Kellner waren die Butler.

ANIMATION?

Es gibt vermutlich Animation, die innen stattfand, weil es doch recht kühl und windig war. Tanzkurse, Bingo, Quiz und andere Spiele wurden im Programm angekündigt.

Wir haben von der Animation nichts mitbekommen, im Yacht Club gibt es keine, und wir suchen sie auch nicht.

Es gibt auch hier eine Jogging-/Laufstrecke, ein Basketball-/Volleyballfeld, Bowlingbahnen, Kletterpark und Wasserrutschen.

Der Pool im Yacht Club.

Schwimmen kann man draußen in 2 Becken in der Mitte, die bis zu 1,80 m tief waren, und im etwas flacheren Becken am Heck. Außerdem gibt es ein Hallenbad. Es ist Salzwasser gechlort.

Neben der Carousel Lounge gibt es ein Theater mit abendlichen Shows, die wir wie immer nicht besucht haben. Außerdem werden hier Informationsveranstaltungen zu Ausflügen oder anderen wichtigen Dingen gemacht.

Der Pool in der Mitte.

Für Passagiere über 18 bietet das Casino zahlreiche Automaten, aber auch Roulette, Black Jack u. a. gab es. 

Für uns bedeutet ein Urlaub auch mal Ruhe, lesen, schlafen oder dergleichen. Das erschien auf der Meraviglia wegen ihrer Größe schwierig, aber es wird sicher auch hier ruhige Ecken geben. Normalerweise ist die Kaffee-Bar immer recht ruhig. Eine Innenkabine ist unpraktisch, weil man immer Licht machen muss. Wir hatten den Ruhebereich im Yacht Club.

Wir müssen uns nicht den ganzen Tag mit anderen treffen. Aber man sieht ohnehin in den Raucherbereichen immer die gleichen und so fanden wir auch Kontakt zu einigen. Allerdings dieses Mal etwas schwerer, da wir nur an Zweiertischen im Restaurant saßen.

AUSFLÜGE

Wir waren bereits einmal in Rom und Marseille und zweimal in Barcelona.

In Marseille hatten wir beim ersten Besuch eine Fahrt über MSC nach Aix-en-Provence gemacht, die Hauptstadt der Provence mit einer sehr schönen Innenstadt. Deshalb wollten wir dieses Mal eine Fahrt nach Marseille machen und buchten sie ebenfalls über MSC.

Für Rom hatten wir den Transfer von Civitavecchia nach Rom mit MSC gebucht. Man kann auch mit einem Schnellzug fahren, aber bei dieser Entfernung ist uns das zu unsicher. Falls es Verzögerungen gibt, wartet das Schiff bei privat organisierten Ausflügen nicht. Ich hatte einige Wochen vorher online gebucht und ein paar Euro gespart. Normalerweise kostet die Fahrt 49 € pro Person. Man wird in Rom abgesetzt, ohne Erklärungen zu Sehenswürdigkeiten. Man wird beim Treffpunkt zu einer bestimmten Zeit wieder abgeholt.

Der Trevi Brunnen.

Wir wollten zur Spanischen Treppe, zum Trevi Brunnen und zur Piazza Navona. Für 13.15 h hatten wir eine Führung im Petersdom vorab online gebucht. MSC bietet das nicht an, da muss man vorab prüfen, ob Führungen stattfinden und ob die Zeit reicht. Sonntags beginnen sie erst später, an Feiertagen finden sie möglicherweise gar nicht statt.

In Barcelona buchten wir ebenfalls vorab eine Besichtigung der Sagrada Familia. MSC bietet nur Stadtrundfahrten mit Stopp dort, ohne Führung. Wir fuhren mit dem Taxi zur Kathedrale, von dort dann zu Rambla und dann wieder zum Schiff.

In Palermo und Valletta wollten wir kurzfristig unseren Ausflug planen, aber nicht über MSC.

Es werden durch MSC in allen Häfen zahlreiche Ausflüge angeboten. Es wird angegeben, ob sie für geräderte Gäste geeignet sind, die Dauer und ob es unterwegs Essen oder Getränke gibt. Man kann auch Fahrradtouren buchen, es werden dann Räder geliehen.

Man kann aber auch an Bord bleiben und das Schiff und die Ruhe genießen, wenn alle weg sind. Bei der Größe mancher Schiffe und auch der Meraviglia bietet sich das auch an und wird von Reedereien auch begrüßt, deshalb bieten die Schiffe so viel Abwechslung.

Nach Valetta kamen wir dann nicht, da der Hafen wegen des Sturmes geschlossen wurde. So wurde der Seetag vorgezogen und am Folgetag Mallorca angefahren. In Palma fuhren wir mit dem Shuttle zur Kathedrale und später wieder zurück.

Die großen Schiffe können nicht in allen Häfen nah am Zentrum liegen, so dass Shuttle-Busse eingesetzt werden.

WELLNESS, BEAUTY & FITNESS

Es gab wie erwähnt mehrere Pools, Whirlpools und ein Fitnesscenter, alles steht kostenlos zur Verfügung. Massagen sind gebührenpflichtig und nur mit Terminen zu nutzen, die man vorab schon zu Hause machen kann.

Für die Schönheit gibt es Kosmetik- und Friseurberatung.

EINKAUFEN AN BORD

Auch an Bord der Meraviglia gibt es diverse Boutiquen und Shops, die Kleidung, Taschen, Parfum, Tabakwaren und Süßigkeiten verkaufen. Eine Apotheke bietet Schmerzmittel und Salben gegen Sonnenbrand usw., aber auch Artikel wie Zahncrème, Sonnenschutz usw.

Es wurde nichts zollfrei verkauft, da wir die EU nicht verließen.

Markenartikel der Reederei gibt es im MSC-Shop, z. B. Modellschiffe, Kugelschreiber, Feuerzeuge und Kleidung.

Im Photoshop können Batterien, Speicherkarten und auch günstige Kameras gekauft werden. Und die zahlreichen Fotos, die von den Fotografen ständig und überall gemacht wurden. Wir hatten Glück, denn im Yacht Club laufen sie nicht ständig herum. Eigentlich haben wir nur wenige gesehen.

Einlaufen in Genua bei Sonnenaufgang.

SERVICE

Das Personal an Bord ist international, ebenso die Sprache. Manche verstehen Deutsch, aber Englisch geht immer. Es waren 65 Nationen an Bord, ein unendliches Stimmengewirr, an das man sich erst gewöhnen muss.

Man zahlt ein Serviceentgelt pro Tag und Person, und wer Getränke einzeln zahlt, auch hier noch einen Prozentsatz mehr, was der kompletten Crew zugute kommt.Wir haben uns angewöhnt, dem Hauskeeper, dem Kellner im Restaurant und manchen an den Bars, zusätzlich am Anfang der Reisen o. ä. eine Kleinigkeit zuzustecken. Dies fördert die Aufmerksamkeit und verbessert den Service. So wusste man im Restaurant schon am 2. Abend, was alle am Tisch tranken..

Das Serviceentgelt haben wir dieses Mal nicht gekürzt, da der Service ausnahmslos sehr gut klappte. Wir gaben aber unserem Butler ein separates Trinkgeld für seine gute Arbeit, die wir auch tatsächlich ausser der Reihe beanspruchen mussten. Er musste für uns im Steakhaus und beim Japaner Tischreservierungen ändern.

Das Schiff bietet verschiedene Serviceleistungen an. Es gibt eine Wäscherei, die bereit gelegte Wäschestücke gegen Gebühr reinigt und bügelt. Vorab online gebucht bekommt man verschiedene Angebote. Ich buchte ebenfalls ein kleines Wäschereipaket.

Es gibt WLAN und im Cyber Cafè stehen einige Terminals. Ich buchte nichts dazu, denn wir waren bis auf einen Seetag immer irgendwo an Land. Und wenn man im Urlaub nicht erreichbar ist, ist das auch nicht so schlimm.

Genua vom Sonnendeck aus.

Den medizinischen Bereich besuchten wir wie bisher nicht, es wurde niemand krank. Es steht ein Arzt zur Verfügung, den man vorab bezahlen muss. Die Rechnung reicht man bei seiner Auslandskrankenversicherung ein und erhält alles oder einen Teil zurück.

Die Kinderbetreuung wurde angeboten, gestaffelt nach Alter. MSC ist da sehr gut organisiert.

Es gibt einen Lego-Club, vielleicht kann man da auch „größere Kinder“ abgeben??

V

om Kapitän hörte man auch während dieser Reise  keine Durchsagen. Der Reiseleiter gab alle wichtigen Informationen in allen nötigen Sprachen, japanisch und chinesisch machte jemand anders.

MSC CLUB

Clubs sind ja immer so eine Sache. Hier hat man allerdings mehr Vorteile, eigentlich nur, man muss auch nichts dafür machen, außer sich einmal registrieren lassen. Wir sind inzwischen Gold-Mitglieder und bekommen neben diversen Rabatten auf Getränke (die nicht zum Paket gehören), Spa/Wellnessbereich, Souvernis usw. auch die Möglichkeit der kostenlosen Upgrades. So hatten wir für März 2015 Innenkabine gebucht und Balkon-Kabine erhalten. Das mag u. a. daran liegen, dass für Innenkabinen mehr Buchungsanfragen vorlagen als für Balkon-Kabinen. Und dieses Mal hatten wir eben das Glück, in den Yacht Club zu kommen. Bei der Größe des Schiffs ist das sehr angenehm.

YACHT CLUB

Wir werden bei den nächsten Reisen überlegen, ob wir es buchen. Neben den separaten Bereichen sind der bevorzugte Checkin und bei Ausflügen der schnelle Ausgang. Kam man zurück, ging man zum Bereich „Yacht Club“ und wurde vom Butler zur Sicherheitskontrolle gebracht, an der Schlange der wartenden Gäste vorbei. Das bedeutete eine große Zeitersparnis.

Getränke sind inklusive, auch die Mini-Bar in der Kabine.

Man kommt nur mit der Bordkarte in den Bereich. Mit der Karte kann man sich auch einige Aufzüge anfordern und so schnell in seinen Bereich kommen. Das Gesicht der anderen Gäste ist außerdem sehr amüsant.

Wir waren ja wegen des Butlers etwas skeptisch, aber es war nicht viel anders als mit den normalen Mitarbeitern des Housekeeping. Pascal war da, wenn man in brauchte, aber er stand jetzt nicht vor der Tür oder klopfte 3x am Tag „brauchen Sie etwas?“ In Barcelona kamen wir aus der Stadt zurück und sahen ihn zufällig draußen. Ich begrüßte ihn „Hello Pascal!“ und er rettete uns tatsächlich: es waren gerade mehrere Busse zurück gekommen und damit die Schlangen an der Einlasskontrolle lang. Er brachte uns an allen vorbei.

TRINKGELD

Wie schon oben kurz erwähnt, werden täglich 10 € pro Person abgezogen. So ist sichergestellt, dass jeder der Besatzung etwas vom Trinkgeld hat. Wer kein Getränkepaket hat, findet auf jedem Bon noch einmal 15 % Serviceentgelt aufgeschlagen. Heftig, so macht es das Paket noch lohnender.

FAZIT

Das Schiff ist schon sehr groß, wir würden kleinere vorziehen, buchen aber nach Route und nicht nach Schiff.

Die nächste Reise ist bereits gebucht, im Herbst geht es in die Ostsee, wieder mit MSC. Dann stehen noch Fahrten zu den britischen Inseln auf dem Zettel, zum Nordkap… Auch mit MSC, weil einfach Preis-Leistung stimmt.

(Ähnlichkeiten mit den Berichten über die anderen Schiffe sind möglich.)

Der Fährhafen vor der Altstadt Genuas.

Märchenhaftes Eis. Märcheneis. Plettenberg

Glühkäfer Angellia

Ich esse gerne Softeis, schon früher an diesen Verkaufsständen vor Kaufhäusern. Wer erinnert sich nicht an die Waffeln, gefüllt mit Vanille- und Schoko-Softeis, mit Schokoladenüberzug. Wenn es warm war, musste man sich beeilen, weil es überall tropfte.

Diese Stände gibt es inzwischen fast nirgends mehr, dafür hat ein Eishersteller eine Sorte entwickelt, die schon ganz nett ist. Aber eben nicht wie „richtiges“ Softeis. Deshalb habe ich es sehr begrüßt, dass in der Nähe meines Arbeitsplatzes (aber dennoch 25 km von meinem Wohnort entfernt – vielleicht auch besser so!!) im März 2017 eine „Softeis-Eisdiele“ öffnete.

Es geht um

MÄRCHENEIS®
Neue StraSSe 12
58840 Plettenberg
Tel.: 02391 / 60 34 40 5

www.maercheneis.de

Aufsicht

ANFAHRT & PARKEN

Es befindet sich in einer wenig befahrenen Straße in der Altstadt Plettenbergs in der Nähe der Fußgängerzone und  man ist schnell dort. Parkplätze sind im näheren Umkreis zahlreich zu finden. Wer auf den ÖPNV angewiesen ist, findet ebenfalls nur 5 Minuten entfernt Haltestellen.

Öffnungszeiten: Montag geschlossen. Von April bis September ist von 14 – 19 h geöffnet, in den anderen Monaten schließt die Eisdiele 1 Stunde früher. Aufgrund einiger Veranstaltungen empfiehlt es sich, auf der HP nachzusehen oder anzurufen, um nicht vor geschlossener Tür zu stehen. Überhaupt sollte man einen Tisch reservieren, wie ich letztens feststellte.

DIE EISDIELE

Rechts und links vom Eingang stehen Bänke, für Tische und Stühle ist nicht genug Platz, da die Straße zu schmal ist.

Die Deko musste für eine Sitzgruppe weichen.
Bananen

Man kommt hinein und steht vor einem großen Baum. Geradeaus käme man in die Küche, wenn man da hinein dürfte. Nach links ist einer weiterer Raum mit Sitzgruppen und – Bäumen. Außerdem ein Fels, in den die Geschirrrückgabe integriert ist. Es finden sich überall kleine märchenhafte Dekoartikel: Fliegenpilze, Glühkäfer Angellia, kleine Kochmützen usw. An den Bäumen hängen Kopfhörer, man kann Märchen hören, während man sein Eis genießt. Wer aber annimmt, hier Neuigkeiten von Rotkäppchen, Dornröschen und Schneewittchen zu erfahren, wird enttäuscht. Man bekommt hier eigene Geschichten zu hören, die extra für die Gegend erfunden und geschrieben wurden.

Blick zur Straße

Die Inhaber sind Christina Patzelt und Patrick Tussnat. Sie ist Schneidermeisterin und entwirft so die märchenhafte Garderobe passend zur Eisdiele. Er ist in Marketing und Entertainment tätig.

Zur Toilette muss  man hinaus und in den Nebeneingang wieder hinein gehen. Es ist neu, klein, aber sauber.

Es gibt saisonale Broschüren, in denen alle Softeis- und Kaffee-Kreationen zu finden sind, außerdem weitere Leckereien wie Küchlein und Waffeln im Winter. Im Sommer gibt es Früchtebecher und ab KW 11 2019 erweitern Shakes die Karte.

Kaffee

MEIN MÄRCHEN

Ich gehe regelmäßig-unregelmäßig dorthin, mit Freundinnen, aber auch allein. Das Eis ist nicht ganz so weich wie man es von den Ständen aus unserer Jugend kennt. Es schmilzt deshalb wohl auch nicht so schnell.

Kekse

Es wird in Pappbechern serviert, hier sollte man evtl. doch auf wiederverwendbares Geschirr umstellen, wenn man es dort essen möchte, denn auch Waffeln und Kaffee kommen mit Porzellan zum Gast.

Lebkuchen

Ich habe bereits einiges probieren können – man kann es nicht beschreiben, man muss es selbst erleben. Es gibt Vanille und Schokolade zusammen, oder eben beides einzeln. Es ist sehr lecker und auch nicht so süß. Es ist traumhaft, aber auch in Kombination mit Waffeln oder im Kaffee ist es sehr zu empfehlen. Die Fotos sprechen für sich!

Jedes Mal, wenn ich da bin, versuche ich die Inhaberin zu überzeugen, weitere Filialen zu öffnen, in unserer Altstadt zum Beispiel!

Oder besser doch nicht??

Waffeln mit Kirschen. Und natürlich Eis.

Stadt – Land – Drei Flüsse von oben. Veste Oberhaus. Passau.

Passau ist bekannt als „Dreiflüssestadt“, weil hier Ilz, Inn und Donau zusammen und als Donau zum Schwarzen Meer fließen. Hier und im Umland leben ca. 52000 Einwohner und viele Studenten und Touristen.

Die Stadt ist Ausgangspunkt von Flusskreuzfahrten, den wir 2014 ebenfalls Richtung Budapest nutzten. Als Zwischenstopp wählten wir Würzburg, da die Strecke etwas weit und stressig ist, da man zu bestimmten Zeiten am Ablegeort sein, i. d. R. nachmittags.

Für 2018 war eine weitere Tour ab Passau geplant, aber in die andere Richtung. Es sollte durch Donau, Main-Donau-Kanal, Main und Rhein nach Köln gehen. Um etwas mehr von Passau zu sehen, planten wir die Anreise einen Tag früher und übernachteten in einer kleinen Frühstückspension etwas ab vom Zentrum.assau ist bekannt als „Dreiflüssestadt“, weil hier Ilz, Inn und Donau zusammen und als Donau zum Schwarzen Meer fließen. Hier und im Umland leben ca. 52000 Einwohner und viele Studenten und Touristen.

Blicke…

Der 2. Tag unseres Aufenthaltes sollte uns zum Aussichtspunkt Passaus bringen, zur Veste Oberhaus. Hoch über der Stadt bietet die Burg einen herrlichen Blick über Stadt, Flüsse und Berge bis nach Österreich.

ADRESSE & ANFAHRT

Oberhausmuseum
Oberhaus 125
94034 Passau

http://www.oberhausmuseum.de

Gebührenpflichtige Parkplätze befinden sich oben, da wir aber nicht mit dem Pkw dort waren, kennen wir keine Details. Wir nutzten den Pendelbus, der mehrmals täglich vom Rathausplatz abfährt. Eine Einzelfahrt kostet 2 €. Wer öfter fahren möchte, sollte sich erkundigen, es gibt Mehrfahrtenkarten, die Passau- oder BayernCard können ebenfalls genutzt werden. Hier lohnt sich ein Blick auf die HP oder man fragt beim Fahrer.

Für Fußgänger gibt es einen Fußweg, der im Winter nicht geräumt wird, aber durchgehend geöffnet ist.

Wer ins Museum möchte, muss pro Person 5 € zahlen, bzw. angepasst, ob ermäßigt oder Kind, hier bitte nachlesen. Uns fehlte die Zeit, um hinein zu gehen. Hier finden auch Veranstaltungen statt: Führungen und Kindergeburtstage, aber auch ein Werkstattprogramm, bei dem ich nicht heraus gefunden habe, was man macht. Die Preise für alles findet man auf der Seite.

Etwas

GESCHICHTE

vorab, nur Kleinigkeiten von der Seite entnommen, wer mehr wissen will, liest sich durch einschlägige Lexika und andere Seiten. Oder fährt selbst hin.

1219 wurde auf dem Georgsberg durch Fürstbischof Ulrich II. der Grundstein für eine Burg gelegt, die Macht und Stärke demonstrieren sollte, für die Veste Oberhaus. Die Bürger Passaus rebellierten immer wieder und stürmten gegen die bischöfliche Herrschaft an. Der Kampf um Unabhängigkeit und Freiheit ließ sie 1367 das Niederhaus erobern.

1803 verlor der Fürstbischof seine weltliche Macht, Bayern nahm Passau in Besitz, Napoleon nutzte das Oberhaus als Grenzfestung gegen Österreich. 1867 wurde die Festung in eine Staatsgefängnis umgewandelt. 1932 übernahm die Stadt wieder die Veste und richtete ein Museum ein. Seit 1991 wechseln hier Ausstellungen, aber auch eine Dauerausstellung gibt Informationen zur Stadtgeschichte.

Das Niederhaus entstand wesentlich früher, bereits um 737 gab es die ersten Bauten an der Stelle. Es diente u. a. einem Bischof mit geflüchteten Klosterfrauen als Wohnsitz. Im 14. Jahrhundert entstanden die Namen „Ober- und Unterhaus“, die mit dem Wehrgang verbunden werden. Zu Beginn des 19 Jhdt. wurde die Bedeutung militärisch, da der Kurfürst von Bayern es als Kriegsmagazin und Sperrfort der Donau verwendet wurde. 1890 kaufte der Historienmaler Ferdinand Wagner das Niederhaus, 1907 verkaufte es an den Kunstmaler Eduard Strobelberger. Es befindet sich noch heute in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Der Begriff „Veste“ ist eine ältere Bezeichnung für „Festung“ oder „Burg“. Einige Bauwerke haben ihn jedoch behalten: u. a. in Würzburg die Veste Marienberg, in Coburg die gleichnamige Veste, in Passau das Oberhaus usw.

Bronzestatue vor dem Museum.

Das soll es auch schon gewesen sein.

UNSER OBERHAUS

Wir nutzten den sonnigen Vormittag, um von der Pension aus zu Fuß in die Stadt zu gehen und den Dom St. Stephan zu besichtigen. Die Stadt war voller Touristen, die bei (noch) bestem Wetter wie wir durch die Fußgängerzone bummelten. Lt. Stadtplan, den wir in der Pension bekamen, gab es vom Rathaus einen Shuttlebus zur Veste, den wir nutzen wollten. Wir hatten bis zum frühen Nachmittag Zeit, wollten aber von oben herunter laufen.

In ca. 15 Minuten ist man am oberen Parkplatz angekommen und geht noch ein paar Meter, um zur Aussichtplattform der Veste zu gelangen. Es waren wenige Besucher oben, so dass man in Ruhe überall hin kam, um sich alles anzusehen. Um in das Museum zu gehen, fehlte uns die Zeit. Es kostet keinen Eintritt, nur auf dem Gelände spazieren zu gehen. Gegenüber des Museums sind öffentliche Toiletten, kostenlos und sauber.

Es gibt ein Restaurant mit Außenterrasse, ebenfalls mit herrlichem Blick über Inn und Donau bis nach Österreich. Wir besuchten das Restaurant nicht, es war aber gut besucht, die Preise der aushängenden Speisekarte zeigten sich zivil.  

Die Ilz sieht man von oben nicht, zwischen Veste und Ilz ist der bewaldete Abhang, der den Blick versperrt.

Die Anlage ist sehr verwinkelt und man kann sich leicht verlaufen. Wie alle alten Bauwerke findet sich auch hier Kopfsteinpflaster, man sollte sein Schuhwerk entsprechend wählen. Es gibt einen Fahrstuhl, der die einzelnen Ebenen für geräderte Besucher zugänglich macht.

Wir liefen den Wehrgang langsam zurück. Hier wird vor Steinschlag gewarnt. Nicht nur bei Nässe ist es beschwerlich, hinunter zu gehen, Bäume und Moos lassen das Pflaster rutschig werden. Gehbehinderten Besuchern oder Kinderwagenfahrern empfiehlt sich die Nutzung des Pendelbusses in beide Richtungen.

Zum Niederhaus kommt man nicht. Es gibt auch keine Wegweiser dorthin.

Der Weg endet an der Angerstraße, die B12, nahe der Prinzregent-Luitpold-Brücke, etwa 10 Minuten vom Rathaus entfernt.

Wer hierher kommt, sollte sich unbedingt die Zeit nehmen, zur Veste hinauf zu fahren. Der Blick lohnt sich.

Veste Ober- und Niederhaus vom Kreuzfahrtschiff aus.

Warum in die Ferne… Kreuzfahrt in Deutschland. VistaExplorer

Entspannung

Ende August 2018 wollten wir mal wieder eine Flusskreuzfahrt machen und prüften ein knappes Jahr vorher die Angebote.

Die Route war klar, es sollte von Passau in einen Rheinhafen in NRW gehen, ob Köln oder Düsseldorf war dabei zunächst egal. Hier ist das Angebot nicht besonders groß und zeitlich auch eingeschränkt.

(Anmerkung: Berichte über die Ziele und Sehenswürdigkeiten folgen ggf. separat.)

VOR DER BUCHUNG

In unserem Reisebüro, in dem wir seit rund 22 Jahren unsere Reisen buchten, fanden wir schnell, was wir uns dachten: Mitte August ab Passau über Regensburg, Nürnberg, Würzburg usw. nach Köln. Die Wasserstraßen sind dabei die Donau, der Main-Donau-Kanal, Main und Rhein.

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Wer schön sein will, muss…. nach Schmallenberg fahren. Beauty im Ferienhotel Stockhausen.

Im Juli 2018 war ich mit meiner Freundin zum 2.Mal im Ferienhotel Stockhausen in Schmallenberg und hatten auch wieder die Wellness-Wochenende gebucht. Und dieses Mal möchte ich dazu nutzen, auch über die SPA-Bereich ein paar Zeilen zu schreiben. Es wird nicht so lang, aber es ist ja auch nur eine kleine Abteilung im großen Hotel.

Zu finden ist es natürlich unter gleicher Anschrift:

Ferienhotel Stockhausen ****

Zum Hälleken 9

57392 Schmallenberg-Sellinghausen

Telefon 02971/3120

www.ferienhotel-stockhausen.de

info@ferienhotel-stockhausen.de

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Antike in der Lösenbach. Olympia in Lüdenscheid. Haus Waldlust 1.8

 

Ich habe bereits über das Restaurant in der Lösenbacher Landstraße berichtet Wir waren immer gerne dort, genossen leider viel zu selten den Biergarten, da das Wetter meistens nie passte. Es war viele Jahre in Familienhand, der Onkel übergab es nach ca. 25 – 30 Jahren an den Neffen. Leider wurde es im Herbst 2017 plötzlich geschlossen. Es waren aufwändige Renovierungen und Umbaumassnahmen nötig, da das Haus sehr alt ist und die Einrichtung nicht mehr den heutigen Standards und Verordnungen entsprach. Wir waren darüber sehr traurig und dementsprechend gespannt, als es im Frühjahr 2018 hieß, es würde neu eröffnet unter griechischer Leitung mit entsprechender Küche. Am Pfingstmontag war es dann soweit und wir reservierten einen Tisch, was gut war, denn es war voll.

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Oldtimer. Zigarren. Rum. Havanna.

Das Capitol

 

Am zweiten Tag in 2018 flogen wir von Frankfurt nach Havanna, die Hauptstadt Kubas. Wir starteten im kühlen Winterwetter und landeten gegen 18.30 h im warmen, aber verregneten Havanna. Es war bereits dunkel und relativ warm. Die Einreise ging schnell, es wurden alle Pässe und Visa kontrolliert. In Kuba wird bei Einreise ein Foto gemacht und im PC registriert, das erlebten wir nun bei jedem Landgang. Das Visum kostet pro Person 15 €, gilt nur für den jeweiligen Aufenthalt. Kommt man nach einigen Tagen wieder, zahlt man wieder 15 €. Wir kamen 3x an…

Das Gepäck kam aus dem Flugzeug direkt zum Schiff. In der Halle des Flughafens warteten Mitarbeiter von MSC und brachten uns nach draußen zu den bereit stehenden Bussen. Alle Gäste unseres Fluges waren Kreuzfahrer, die zur MSC Armonia wollten.

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Delphine zum Kuscheln. Schwimmen mit Delphinen. Dolphinaris Cozumel

Wir hatten ja bereits einen Tag mit Greifvögeln verbracht. Beeindruckende Tiere und ein unvergessliches Erlebnis.

Als wir nun vor unserer 6. Kreuzfahrt einige Ausflüge planten, planten wir ein weiteres „tierisches Erlebnis“, schwimmen mit Delphinen!

Die Sache hatte nur einen Haken: Delphine schwimmen in Salzwasser – ich hasse Salzwasser. Es ist klebrig und schmeckt eklig.

Tja, mein Pech, da musste ich dann durch. Entweder, oder.

Als wir dann im Januar 2018 in Havanna unsere Karibik-Kreuzfahrt starteten, stellten wir fest, dass es im Ausflugsprogramm von MSC mehrere Ausflüge mit Delphinen und auch Stachelrochen gab. Wir warteten die 1. Woche ab und planten es für die 2. Woche. In der Zwischenzeit hatte ein Paar unseres Tisches im Bedienrestaurant einen Delphinausflug gemacht und waren völlig begeistert. Also war klar, dass wir es auch machen wollten.

Wir buchten es als Ausflug über MSC. Es wird aber auch an den Terminals von unabhängigen Dienstleistern angeboten, sicher günstiger, aber wir haben nicht nachgesehen.

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